Liparische Inseln

Im Mai verbrachte ich (ohne Wolfgang) eine Woche auf den vulkanischen Liparischen Inseln vor der nördlichen Küste Siziliens. Diese sind kaum touristisch frequentiert, sehr ursprünglich und in der herrlichen Natur kann man wunderschöne Wanderungen unternehmen. Die sieben Hauptinseln sind alle verschieden, man trifft auf kargen Mondlandschaften, aus deren Felsspalten Schwefelwolken aufsteigen, sattgrüne Eilande mit reicher Blumenpracht bis hin zu Inseln, auf denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Diese Reise war für mich sehr beeindruckend, vor allem der Aufstieg zum Krater des Schwefel-dampfenden Volcano, die Fahrt zum ständig rumorende Stromboli, der fast immer in eine Rauchwolke gehüllt ist und die ursprünglichste aller Inseln – Alicudi, wo es erst seit den 90er Jahren Strom und bis heute keine Autos gibt. Alle Lasten werden dort per Esel über die steilen schmalen Wege zu den höher gelegenen Häusern transportiert. Aber auch die Überreste eines prähistorischen Dorfs aus der Bronzezeit auf Filicudi und die archäologische Ausstellung auf dem Burgberg auf Lipari waren äußerst interessant. Und die unzähligen Bootsfahrten auf dem Mittelmeer, oft begleitet von Delphinen oder Möwen waren einmalig schön, vor allem die Rückfahrt vom Stromboli unter absolut lichtunverschmutzten Sternenhimmel, wie man ihn so wohl nur wenige Male in seinem Leben sieht.


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