40. Flugjubiläum von Sigmund Jähn in Morgenröthe-Rautenkranz, seinem Geburtsort

Am Wochenende 25./26. August fand in der Deutschen Raumfahrtausstellung im Vogtland die Feierlichkeiten anlässlich dieses Jubiläums statt.

Am Sonntag vor 40 Jahren startete Sigmund Jähn zum ersten Raumflug eines Deutschen mit Sojus 31. Zur Gratulation waren 9 Kosmonauten und Astronauten erschienen.

Aus der Tschechischen Rebublik Wladimir Remek, die russischen Kosmonauten Pawel Winigradow und Alexander Iwantschenkow sowie die deutschen Raumfahrer Thomas Reiter, Reinhold Ewald, Klaus-Dietrich Flade, Gerhard Thiele und Hans Schlegel.

Den Festvortrag hielt ESA-Generaldirektor Jan Wörner mit einem kurzem Rückblick und vor allem mit Visionen für die zukünftige Raumfahrt in Europa und natürlich der Würdigung der Leistung Sigmund Jähns.

Höhepunkt war eine 25-mimütige Liveschaltung zur ISS, zu Alexander Gerst, unserem Astro-Alex! Bewegende Momente waren Gerst’s Worte an Sigmund Jähn. Als Überraschung hat er für Sigmund eine Nachbildung der Landekapsel von Sojus 31 mit im All.

Auch der sächsische Ministerpräsident, Michael Kretschmer, stellte Fragen. Ebenso das mit 14 Jahren jüngste Mitglied im Verein der Ausstellung und die 16-jährige Alex vom Chemnitzer Kosmonautenzentrum konnten ihre Fragen stellen.

Auch im Außengelände war viel, vor allem für die Kinder, organisiert worden.

Pünktlich um 14.51 Uhr, zum Startzeitpunkt vor 40 Jahren, wurde ein Modellrakete gestartet.

Ein Tag voller Erinnerungen, da ich selbst vor genau 40 Jahren zum Startzeitpunkt vor dem Fernseher im Kosmonautenzentrum Chemnitz saß und auf den Start wartete.

Ein bewegender Tag …

Text und Fotos: Wolfgang Hinz

Airglow über dem Fichtelberg

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Am Morgen des 8. August war ich dabei, die Milchstraße über der Wetterwarte zu fotografieren und vielleicht ein paar Perseiden zu erwischen. Nachdem die Augen adaptiert waren, fielen mir streifenförmige diffuse Helligkeitsunterschiede am Ost- bis Nordhorizont auf. Direkt am Horizont schienen sogar leichte Rottöne im Spiel zu sein. Ich dachte sofort an Airglow, allerdings mit leichtem Zweifel im Hinterkopf, ob man das zarte Nachthimmelsleuchten wirklich vom Licht umringten Fichtelberg aus sehen kann. Ich fotografierte die entsprechenden Himmelsbereiche – und wirklich: es kamen zartgrüne Streifen zum Vorschein.

Das Airglow konnte auch von anderen gesehen und/oder fotografiert werden, so zum Beispiel von Rico Hickmann in Dippoldiswalde im Erzgebirge und în Süddeutschland von Thomas Klein in Miesbach und von Jens Hackmann in Weikersheim.

Interessanterweise war die Aktivität eher langweilig. Allerdings registrierte das Infrarot-Spektrometer an der Forschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze monochromatische Schwerewellen, die zu stark schwankender Aktivität geführt haben könnten. Allerdings deuten die Strukturen ein so genanntes “Mesospheric bore event” an.

Vielen Dank an Till Rehm und Carsten Schmidt vom Schneefernerhaus für die Datenanalyse!

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Folgende Fotoalben im Fotoarchiv sind schon gefüllt: