Herbsttour auf den Aschberg und zum Hohen Stein

Im September machten wir einen Herbstausflug auf den Aschberg und zu der Felsformation Hoher Stein.

Der 936 Meter hohe Aschberg (Kamenáč) liegt im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet bei Klingenthal. der Gipfel liegt auf tschechischen Gebiet auf einer kleinen Felsklippe und wird durch einen Vermessungspunkt, einer Säule aus Granit der Königlich-Sächsische Triangulierung  markiert. Auf deutscher Seite sorgt ein 30 Meter hoher Aussichtsturm auf eine weite Aussicht über das böhmische Erzgebirge und das Elstergebirge.

Im Elstergebirge selbst liegt auch der Hohe Stein (Vysoký kámen), ein bis zu 774 Meter hoher aufragender, markanter Felsrücken. Das Felsmassiv erinnert ein wenig an die Ruine einer Burg. Es besteht aus einem langgezogenen, sich über rund 300 m in Nord-Süd-Richtung erstreckenden und an seinen Rändern oft steil abfallenden Plateau, von dem mehrere einzelne Felsentürme aufragen. Der höchste Punkt ist am südlichen Ende mit dem Vyhlidková Skála (Aussichtsfelsen). Dieser kann über einen stählernen Steg und einige Treppen erreicht werden. Weitere Felsentürme sind der Zobák (Schnabel) und der monumentale Vêtrná skála (Windfelsen) am nördlichen Ende des Massivs.

Kirchberg und Borberg

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Gestern besuchten wir bei herrlichem Wetter die Stadt Kirchberg, die im Westerzgebirge westlich von Schneeberg im Rödelbachtal liegt und von sieben Bergen umgeben ist. Einer davon ist der 435 Meter hohe Borberg, auf dessen Gipfel sich das Restaurant Anton-Günther-Berghaus (mit sehr leckerer Küche!) und der Borbergturm befindet. Ein erster Aussichtsturm wurde dort bereits 1882 erreichtet und erhielt nach einem Besuch des Königs Albert von Sachen den Namen König-Albert-Turm. Nach seiner Zerstörung durch eine Panzergranate im Jahre 1945 wurde er in der 50er Jahren aus Natursteinen neu errichtet und bietet einen schönen Blick auf Kirchberg und die Umgebung.

Die Stadt selbst liegt auf einem felsigen Granitmassiv. Das Stadtbild wird von der Stadtkirche St.-Margarethen bestimmt. Sehr sehenswert ist der Brühlplatz mit dem wunderschönen Rathaus und einigen alten Bürgerhäusern. Wenn die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird dieser Platz sicherlich ein richtiges Schmuckstück werden. Ein Spaziergang entlang des Rödelbachs führt in die grüne Umgebung der Stadt, in welche herrliche Villen eingebettet sind.

Wir besuchen die Gegend sicherlich mal wieder, denn auch der 7-Hügel-Rundweg klingt sehr interessant und natürlich möchten wir uns dann auch an der frisch sanierten Innenstadt erfreuen 🙂

Wandern im Kaiserwald bei Karlsbad

Eine herrliche Wanderung unternahmen wir am Montag zum 1914 erbauten Aussichtsturm Diana auf der Freundschaftshöhe (Výšina přátelství) im Kaiserwald. Vom Turm aus hat man einen herrlichen Blick über Karlsbad auf das Erzgebirge im Norden und nach Süden auf die Kuranlagen im schmalen Tal der Teplá. Auf Tafeln erfährt man, dass auch schon Goethe diesen phantastischen Ausflug genossen hat.

Im benachbarten Restaurant wird man nicht nur von leckerer (gehobener) Küche empfangen, sondern auch von zwei Pfauen, welche lautstark protestieren, wenn sie mal von keinem Fotografen beachtet werden. Kaum zückt man seine Kamera, schlagen sie Rad und drehen sich, als würden sie fürs modeln bezahlt :-). Auch ein Schmetterlingshaus und ein kleiner Streichelzoo mit verschmusten Hausschweinen (!), Ziegen und Pferden befindet sich auf dem Gipfel und macht de Ausflug auch für Kinder äußerst lohnend.

Seit über 100 Jahren fährt eine Standseilbahn auf den Berg. Schöner ist aber eine Wanderung über die Felsnadel Hirschsprung und den Wildpark St. Linhart.

Hof und Dreiländereck

Im Rahmen eines Fernsehdrehs für den SAT1-Beitrag “Himmel” verbrachten wir im Oktober einen schönen Herbsttag auf dem Aussichtsturm auf dem Labyrinthberg in Hof. Dieser Turm ist Teil einer künstlich angelegten Ruine mit Basteirundbau und steht auf einer Anhöhe im Stadtpark Theresienstein. Von oben hat man einen herrlichen Blick über Hof und auf das Fichtelgebirge.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das Dreiländereck. Dieser zur Gemeinde Eichigt gehörende Punkt ist schon seit dem 19. Jahrhundert Grenze verschiedener Länder. 1844 wurde hier an dieser Stelle die Grenze dreier Königreiche festgelegt. Das Königreich Sachsen, Bayern und Österreich trafen an dieser Stelle aufeinander. Bis 1918 war es die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich. Seit 1945 war es innerdeutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und DDR und bildete die Grenze zur Tschechoslowakei. Seit der Wiedervereinigung verläuft an diesem für Fußgänger passierbaren Grenzübergang die Ländergrenzen der Freistaaten Bayern und Sachsen sowie der Tschechischen Republik.