Naturgedichte

Alpenrose 

Lieb Alpenrose, Almenrausch
schau so gern zu Dir hin,
wenn ich am Berg dem Winde lausch
und in Gedanken bin.

Empor gekämpft in Schotterstein,
das Haupt zum Licht gewand.
Steht königlich am Wegesrain,
regiert das Alpenland.

Als rotes Herz am grünen Hang,
zu Füßen liegt die Welt,
sie manchen Bergespfad entlang
den Wanderer erhellt.

Lieb Alpenrose, Almenrausch
Schau so gern zu Dir hin,
wenn ich am Berg dem Winde lausch
und in Gedanken bin.


Sonnenaufgang

Ein roter Ball
aus unbeschreiblichem Feuerzauber
wo Berge und Himmel aneinander stoßen,
Schäfchenwolken auf der himmlischen Koppel weiden,
erhebt er sich aus dem endlosen Raum.

Entfacht Lichter,
die Höllenbrände himmlichen Wahnsinns entfesseln,
Berge in rotleuchtende Gewänder hüllen
das Land mit sanften Farben überfluten,
und Täler in glitzernden Silberdunst tauchen.

Malt Schatten
welche auf weiter Flur Lichtmuster werfen,
die Wälder in ein Puzzle verwandeln
und die sich im Purpur der Gegenseite
in dunklem blassen Lichtblau verlieren.

 


© Claudia Hinz. Eine Verwendung ist mit Namensnennung gestattet.