Wolkensteiner Schweiz

Die Wolkensteiner Schweiz ist ein Felsengebiet oberhalb des Zusammenflusses von Zschopau und Preßnitz. In diesem kleinen Areal gibt es einige schöne bis 55 Meter hohe Kletterfelsen und atemberaubende Aussichten. Den schönsten Blick hat man vom Gneis-Felsen “Brückenklippe”. Ihren Namen erhielt sie, weil man von diesem Felsvorsprung auf zwei Brücken hinabsehen kann: die Eisenbahnbrücke der Erzgebirgsbahn von Chemnitz nach Bärenstein und auf eine alte Steinbogenbrücke über die Zschopau. Etwas weiter flußabwärts befindet sich ein Wehr, welches zur Stromgewinnung dient. Neben dem Blick ins Tal gewährt die Kanzel auch Aussicht auf gegenüberliegende Höhen des Erzgebirges.

Der Weg zum Fluss hinunter führt durch die Wolfschlucht und man fühlt sich ein wenig an die Treppen und Felsspalten der “Sächsischen Schweiz” erinnert. Allerdings soll der Name “Wolfsschlucht” nicht von den gleichnamigen Tieren stammen, sondern an das Heulen des Windes zwischen den engen Felswänden erinnern soll.

Frühlingsausflug

Traumhaft warmes Februarwetter rief gestern zu einem Ausflug. Da Wandern wegen Schneeresten noch nicht wirklich Spaß macht, haben wir an der Zschopau einen kleinen Spaziergang von Braunsdorf auf den Harrasfelsen unternommen. Von diesem 40 Meter hohen Fels am rechten Ufer der Zschopau soll einer Sage nach Ritter Harras von Lichtenwalde nach einer Fehde mit seinem Rosse von der Felsspitze in den Zschopaufluss herab gesprungen sein. Da das Wasser an der Stelle sehr tief ist, nahm der Ritter keinen Schaden.

Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher zur Augustusburg und zur Ruine Schreckenberg bei Annaberg.

Winterausflug zum Wirbelstein

Zu einem der schönsten 1000er des Erzgebirges gehört der Wirbelstein (Meluzína). Dieser felsige 1094 Meter hohe Berg liegt etwa drei Kilometer östlich des Keilbergs. Ab Böhmisch Wiesenthal (Loučná pod Klínovcem) wird im Winter die Straße nach Měděnec kurzerhand zur Loipe umfunktioniert, auf welcher man gemütlich zum Wirbelstein gelangt. Nur nach oben auf den von zahlreichen Felsen markierten Gipfel ist es nicht ganz so einfach, weswegen wir die Aussicht kurz unterhalb genossen. Sie geht über das sonnendurchflutete Egertal über den Keilberg bis hin zum Bärenstein, Pöhlberg und der Augustusburg. Beim Abstieg schaute auch ab und zu der Fichtelberg durch die Bäume. Ein herrlicher Ausflug, den wir sicher wiederholen werden.

Basaltsäulen im Naturreservat Ryžovna (Seifen)

Die Geologie im Erzgebirge ist einzigartig und zahlreiche Basaltsäulen und -fächer (z.B. Scheibenberg, Pöhlberg, Hirtstein, Bärenstein) erinnern an tertiären Vulkanismus vor 35–17 Mio. Jahren. So auch das touristisch eher unscheinbare Naturreservat Ryžovna (Seifen), wo bei früheren Steinbrucharbeiten zahlreiche sehenswerte Basaltsäulen freigelegt werden. Ryžovna liegt in etwa 1000 m Höhe und sechs Kilometer westlich von Boží Dar am Plattner Kunstgraben (Blatensky přikop) auf dem Kamm des Erzgebirges. Zum Naturdenkmal zweigt ein kurzer Weg von der Straße Ryžovna–Hřebečná gegenüber einem verfallenen Gebäude etwas oberhalb des Trafotürmchens ab.

Nach unzähligen Gesteinsuntersuchungen und Fotos kann man seinen Hunger und Durst in der urigen Imbisshütte Rote Grube bei böhmischen Bier und Würstchen stillen.

Herbsttour auf den Aschberg und zum Hohen Stein

Im September machten wir einen Herbstausflug auf den Aschberg und zu der Felsformation Hoher Stein.

Der 936 Meter hohe Aschberg (Kamenáč) liegt im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet bei Klingenthal. der Gipfel liegt auf tschechischen Gebiet auf einer kleinen Felsklippe und wird durch einen Vermessungspunkt, einer Säule aus Granit der Königlich-Sächsische Triangulierung  markiert. Auf deutscher Seite sorgt ein 30 Meter hoher Aussichtsturm auf eine weite Aussicht über das böhmische Erzgebirge und das Elstergebirge.

Im Elstergebirge selbst liegt auch der Hohe Stein (Vysoký kámen), ein bis zu 774 Meter hoher aufragender, markanter Felsrücken. Das Felsmassiv erinnert ein wenig an die Ruine einer Burg. Es besteht aus einem langgezogenen, sich über rund 300 m in Nord-Süd-Richtung erstreckenden und an seinen Rändern oft steil abfallenden Plateau, von dem mehrere einzelne Felsentürme aufragen. Der höchste Punkt ist am südlichen Ende mit dem Vyhlidková Skála (Aussichtsfelsen). Dieser kann über einen stählernen Steg und einige Treppen erreicht werden. Weitere Felsentürme sind der Zobák (Schnabel) und der monumentale Vêtrná skála (Windfelsen) am nördlichen Ende des Massivs.

Hassberg

Südöstlich der Gemeinde Kryštofovy Hamry (Christophhammer) erhebt sich über der Preßnitztalsperre der 993 Meter hohe Jelení Hora (Hassberg). Von der Talsperre aus ist man in einer reichlichen Stunde Fußweg auf der steilen, schmalen und nur teilweise bewaldeten Kuppe des Berges, von wo aus man eine gute Aussicht ins Obere Erzgebirge und eingeschränkt bis ins Egertal hat. Besonders der Blick über die Talsperre zu Keil- und Fichtelberg ist atemberaubend schön.

Kirchberg und Borberg

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Gestern besuchten wir bei herrlichem Wetter die Stadt Kirchberg, die im Westerzgebirge westlich von Schneeberg im Rödelbachtal liegt und von sieben Bergen umgeben ist. Einer davon ist der 435 Meter hohe Borberg, auf dessen Gipfel sich das Restaurant Anton-Günther-Berghaus (mit sehr leckerer Küche!) und der Borbergturm befindet. Ein erster Aussichtsturm wurde dort bereits 1882 erreichtet und erhielt nach einem Besuch des Königs Albert von Sachen den Namen König-Albert-Turm. Nach seiner Zerstörung durch eine Panzergranate im Jahre 1945 wurde er in der 50er Jahren aus Natursteinen neu errichtet und bietet einen schönen Blick auf Kirchberg und die Umgebung.

Die Stadt selbst liegt auf einem felsigen Granitmassiv. Das Stadtbild wird von der Stadtkirche St.-Margarethen bestimmt. Sehr sehenswert ist der Brühlplatz mit dem wunderschönen Rathaus und einigen alten Bürgerhäusern. Wenn die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird dieser Platz sicherlich ein richtiges Schmuckstück werden. Ein Spaziergang entlang des Rödelbachs führt in die grüne Umgebung der Stadt, in welche herrliche Villen eingebettet sind.

Wir besuchen die Gegend sicherlich mal wieder, denn auch der 7-Hügel-Rundweg klingt sehr interessant und natürlich möchten wir uns dann auch an der frisch sanierten Innenstadt erfreuen 🙂

Frühling am Schloss Schlettau

Schlettau

Ein Fotostop am Schloss Schlettau ist in jedem Frühling ein Muß. Denn das Schloss und sein Herrenhaus sind von einem romantischen Park mit zwei Teichen umgeben, wo Maiglöckchen und andere Frühblüher um die Wette wachsen, Enten sich im ersten Sonnenlicht aalen und Frösche um die Wette quaken.

Die Geschichte des Schlosses Schlettau beginnt vermutlich bereits vor 900 bis 1000 Jahren als Wegekastell einer alten Handelsstraße im Flussdreieck von Zschopau. Das Schlossgebäude selbst entstand im 14. Jahrhundert und wurde unter mehrmaliger Erweiterung und Restauration seitdem als Adelssitz der Schönburger, Abtsresidenz des Klosters Grünhain, kurfürstliches Jagdschloss oder Sitz einer Wild- und Oberforstmeisterei genutzt und diente im 19. Jahrhundert sogar industriellen Zwecken. Seit 1930 gehört es der Stadt Schlettau, die das Schloss als Museum und das Herrenhaus als Wohnhaus nutzt.