Basaltsäulen im Naturreservat Ryžovna (Seifen)

Die Geologie im Erzgebirge ist einzigartig und zahlreiche Basaltsäulen und -fächer (z.B. Scheibenberg, Pöhlberg, Hirtstein, Bärenstein) erinnern an tertiären Vulkanismus vor 35–17 Mio. Jahren. So auch das touristisch eher unscheinbare Naturreservat Ryžovna (Seifen), wo bei früheren Steinbrucharbeiten zahlreiche sehenswerte Basaltsäulen freigelegt werden. Ryžovna liegt in etwa 1000 m Höhe und sechs Kilometer westlich von Boží Dar am Plattner Kunstgraben (Blatensky přikop) auf dem Kamm des Erzgebirges. Zum Naturdenkmal zweigt ein kurzer Weg von der Straße Ryžovna–Hřebečná gegenüber einem verfallenen Gebäude etwas oberhalb des Trafotürmchens ab.

Nach unzähligen Gesteinsuntersuchungen und Fotos kann man seinen Hunger und Durst in der urigen Imbisshütte Rote Grube bei böhmischen Bier und Würstchen stillen.

Herbsttour auf den Aschberg und zum Hohen Stein

Im September machten wir einen Herbstausflug auf den Aschberg und zu der Felsformation Hoher Stein.

Der 936 Meter hohe Aschberg (Kamenáč) liegt im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet bei Klingenthal. der Gipfel liegt auf tschechischen Gebiet auf einer kleinen Felsklippe und wird durch einen Vermessungspunkt, einer Säule aus Granit der Königlich-Sächsische Triangulierung  markiert. Auf deutscher Seite sorgt ein 30 Meter hoher Aussichtsturm auf eine weite Aussicht über das böhmische Erzgebirge und das Elstergebirge.

Im Elstergebirge selbst liegt auch der Hohe Stein (Vysoký kámen), ein bis zu 774 Meter hoher aufragender, markanter Felsrücken. Das Felsmassiv erinnert ein wenig an die Ruine einer Burg. Es besteht aus einem langgezogenen, sich über rund 300 m in Nord-Süd-Richtung erstreckenden und an seinen Rändern oft steil abfallenden Plateau, von dem mehrere einzelne Felsentürme aufragen. Der höchste Punkt ist am südlichen Ende mit dem Vyhlidková Skála (Aussichtsfelsen). Dieser kann über einen stählernen Steg und einige Treppen erreicht werden. Weitere Felsentürme sind der Zobák (Schnabel) und der monumentale Vêtrná skála (Windfelsen) am nördlichen Ende des Massivs.

Hassberg

Südöstlich der Gemeinde Kryštofovy Hamry (Christophhammer) erhebt sich über der Preßnitztalsperre der 993 Meter hohe Jelení Hora (Hassberg). Von der Talsperre aus ist man in einer reichlichen Stunde Fußweg auf der steilen, schmalen und nur teilweise bewaldeten Kuppe des Berges, von wo aus man eine gute Aussicht ins Obere Erzgebirge und eingeschränkt bis ins Egertal hat. Besonders der Blick über die Talsperre zu Keil- und Fichtelberg ist atemberaubend schön.

Kirchberg und Borberg

Kirchberg3.jpg

Gestern besuchten wir bei herrlichem Wetter die Stadt Kirchberg, die im Westerzgebirge westlich von Schneeberg im Rödelbachtal liegt und von sieben Bergen umgeben ist. Einer davon ist der 435 Meter hohe Borberg, auf dessen Gipfel sich das Restaurant Anton-Günther-Berghaus (mit sehr leckerer Küche!) und der Borbergturm befindet. Ein erster Aussichtsturm wurde dort bereits 1882 erreichtet und erhielt nach einem Besuch des Königs Albert von Sachen den Namen König-Albert-Turm. Nach seiner Zerstörung durch eine Panzergranate im Jahre 1945 wurde er in der 50er Jahren aus Natursteinen neu errichtet und bietet einen schönen Blick auf Kirchberg und die Umgebung.

Die Stadt selbst liegt auf einem felsigen Granitmassiv. Das Stadtbild wird von der Stadtkirche St.-Margarethen bestimmt. Sehr sehenswert ist der Brühlplatz mit dem wunderschönen Rathaus und einigen alten Bürgerhäusern. Wenn die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird dieser Platz sicherlich ein richtiges Schmuckstück werden. Ein Spaziergang entlang des Rödelbachs führt in die grüne Umgebung der Stadt, in welche herrliche Villen eingebettet sind.

Wir besuchen die Gegend sicherlich mal wieder, denn auch der 7-Hügel-Rundweg klingt sehr interessant und natürlich möchten wir uns dann auch an der frisch sanierten Innenstadt erfreuen 🙂

Frühling am Schloss Schlettau

Schlettau

Ein Fotostop am Schloss Schlettau ist in jedem Frühling ein Muß. Denn das Schloss und sein Herrenhaus sind von einem romantischen Park mit zwei Teichen umgeben, wo Maiglöckchen und andere Frühblüher um die Wette wachsen, Enten sich im ersten Sonnenlicht aalen und Frösche um die Wette quaken.

Die Geschichte des Schlosses Schlettau beginnt vermutlich bereits vor 900 bis 1000 Jahren als Wegekastell einer alten Handelsstraße im Flussdreieck von Zschopau. Das Schlossgebäude selbst entstand im 14. Jahrhundert und wurde unter mehrmaliger Erweiterung und Restauration seitdem als Adelssitz der Schönburger, Abtsresidenz des Klosters Grünhain, kurfürstliches Jagdschloss oder Sitz einer Wild- und Oberforstmeisterei genutzt und diente im 19. Jahrhundert sogar industriellen Zwecken. Seit 1930 gehört es der Stadt Schlettau, die das Schloss als Museum und das Herrenhaus als Wohnhaus nutzt.

Krokuswiesen Drebach

Mit dem warmen Wetter sind auch die Krokusse in Drebach herausgekommen. Leider dauerte in diesem Jahr die Krokussaison nur wenige Tage, bereits zum Wochenbeginn hatten Trockenheit und Wärme die Schönheit zunichte gemacht.

Drebachk

Der Legende nach soll im 17. Jahrhundert der Ortspfarrer dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. nach einem Jagdunfall zu Hilfe geeilt sein. Als Dank durfte er sich aus dem kurfürstlichen Garten in Dresden drei Pflanzen auswählen. Die Wahl fiel auf die Krokusse, die Doldige Vogelmilch (Milchstern) und eine Eibe (Taxus baccata). Die Eibe gedieh bis etwa 1980 im Garten des Pfarrguts, wo sie noch heute in abgestorbenem Zustand zu sehen ist. Während die Doldige Vogelmilch nur noch vereinzelt anzutreffen ist, breiteten sich die Krokusse massenhaft über die Wiesen im unteren Teil von Drebach aus. Seit 1934 stehen diese Krokuswiesen unter Naturschutz und sind ein beliebtes Ausflugsziel.

Weihnachtsmärkte

In der Weihnachtszeit sind die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte etwas ganz besonderes. Besonders die in Schwarzenberg, Annaberg und Marienberg haben es uns angetan. Aber auch Erfurt ist für uns ein Muss, denn die Kulisse des Weihnachtsmarktes am Fuße des Doms und die vielen kleinen liebevollen Nebenweihnachtsmärkte begeistern uns immer wieder.

 

Herbstausflug ins Oswaldtal

Am letzten warmen Herbsttag Ende Oktober machten wir eine kleine Wanderung von Schwarzenberg durch das Oswaldtal bis nach Waschleithe. Nach einer Pause im Biergarten der historisch gewachsenen Köhlerhütte machten wir einen Fotostop an der Ruine der Sankt Oswalds Kirche, im Volksmund auch Dudelskirche genannt. Der Grundstein zur Kirche wurde vermutlich 1516 gelegt. Ob sie jemals als Kapelle genutzt wurde ist nicht erwiesen, auch Ihre Fertigstellung ist nirgends belegt. Nach der Auflösung des Klosters Grünhain wurde die Kirche 1536 dem Verfall preisgegeben. Einer Sage zufolge soll die Kirche als Sühne für einen Mord gebaut worden sein und der Mörder wurde am Tag der Weihe von einem Blitz erschlagen…

Erlebnispfad Bimmelbahn

Einer der schönsten Wanderwege im Erzgebirge ist der Erlebnispfad Bimmelbahn. Mit der Fichtelbergbahn geht es von Cranzahl nach Oberwiesenthal und zu Fuß über das Pöhlbach- und Sehmatal zurück. Der Wanderweg führt durch romantische Dörfer und Wälder, über herrliche Bergwiesen und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf das Fichtel- und Keilberggebiet. Und natürlich sieht man auch immer mal wieder die Bimmelbahn vorbeidampfen. Einfach ein Traum!

Zechengrund

Der Zechengrund, ein enges Tal zwischen Fichtel- und Keilberg ist besonders für seine Bergwiesen bekannt. Dahingehend waren wir noch etwas früh dran, es blühten gerade einmal Pestwurz, Buschwindröschen, Schlüsselblume und erste Sumpfdotterblumen, aber bei den derzeitigen Temperaturen wird es nicht mehr lange dauern. Zitronenfalter und Trauermäntel waren auch schon unterwegs.