Leuchtende Nachtwolken 2021

Leuchtende Nachtwolken konnten wir 2021 in 5 Nächten registrieren. In 3 Nächten waren sie nur schwach oder hinter Wolken versteckt.

Bereits Ende Mai konnten in Deutschland die ersten Nächte mit Leuchtenden Nachtwolken dokumentiert werden (siehe AKM-Forum). Aber das Erzgebirge wurde anfangs immer ausgespart. Entweder reichten durch die vorherrschenden Nordwinde in der Mesopause die NLC nicht bis zu unserem 50. Breitengrad oder, wenn sie es doch mal taten, war das Erzgebirge bewölkt.

Aber am Abend des 18.06.21 war es endlich soweit. Um 22.45 Uhr waren die ersten Leuchtenden Nachtwolken am West- bis Nordhimmel erkennbar. Anfangs erreichten sie eine Höhe von 15 Grad, zogen sich aber schnell zum Horizont zurück und verblassten gegen 23.45 Uhr.

Der Saisonhöhepunkt war aber am Abend des 3. Juli 2021. Bereits um 22 Uhr, nur 40 Minuten nach Sonnenuntergang, waren die ersten Wolkenstrukturen am Himmel erkennbar. Aber nicht wie gewohnt im Norden, sondern es zeigte sich ein helles Feld hoch am Westhorizont und weitere Strukturen im Süden! Wir sprangen ins Auto und fuhren zu einem erhöhten Standpunkt, wo sich dann die Leuchtenden Nachtwolken in aller Schönheit beobachten ließen. Was uns da erwartete, war der Hammer. Ein leuchtendes Feld im Nordwesten und im Süden reichten die Strukturen bis etwa 45° über den Horizont. Auch wenn es in den letzten beiden Jahren bereits 2 „Süddisplays“ gab, ist es für uns und unsere inzwischen über 25 Jahre andauernde Beobachtungserfahrung immer noch etwas ganz Besonderes. Denn bis vor wenigen Jahren hätten wir so etwas nicht für möglich gehalten! Leider zogen sich die Wolken ziemlich schnell in den Nordwesten zurück und verblassten dort. Wolkenaufzug beendete schließlich vorzeitig das Himmelsschauspiel.

Mai 2021 – Vulkan Fagradalsfjall – Ein Traum geht in Erfüllung!

Einer unserer Träume war es, einmal an einem aktiven Vulkan zu stehen. Als im März 2021 der Fagradalsfjall in Island ausbrach, verfolgten wir das Geschehen von Anfang an über die Webcams. Eigentlich wären wir am liebsten sofort hingefahren, aber Corona machte dieses Vorhaben unmöglich. Im Mai war die Inzidenz in Island allerdings auf unter 10 gesunken und das Land öffnete sich für Besucher, die geimpft sind oder alternativ für 4-5 Tage in Quarantäne gehen.

Diese verbrachten wir weitab jeglicher Menschen in einer idyllisch gelegenen Hütte nördlich von Selfoss und verbrachten die Tage mit langen Spaziergängen um die nah gelegenen Seen und genossen herrliche Ausblicke, unzählige Vögel, frisch geborene Schafe und Pferde. Leider lag nach einem der kältesten und trockensten Frühjahr die Landschaft noch im Winterschlaf und es war noch kein Grün zu sehen. Dennoch war es für uns eine sehr entspannende Zeit, wenn da nur nicht das isländische Folterfernsehen gewesen wäre, denn dieses übertrug fast nonstop die aktuellen Webcambilder vom Vulkan, der in dieser Zeit allerdings für uns unerreichbar war. Allerdings sahen wir ihn auf einer unserer Wanderungen aus über 100km Entfernung per Rauchzeichen grüßen …

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Zweiter Corona-Geburtstag

Da das zweite mal Gäste und Besuche tabu waren, erfreuten wir uns von außen an den Tieren des (leider geschlossenen) Heimattierparks Waschleithe, der Krokuswiese in Drebach und dem Blick zum verschneiten Fichtelberg. Und später am PC an den neuesten Bildern vom Vulkanausbruch auf Island. Petrus schenkte mir als Höhepunkt des Tages noch ein tolles Graupelgewitter, auf welches wir dann mit Eierlikör anstießen 😉

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Wintereinbrüche

Bevor der Frühling 2021 so richtig durchstarten konnte, gab es immer wieder Wintereinbrüche, die natürlich mein Wetterfroschherz erfreuten 🙂

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Eisnebelhalos im Winter 2020/2021

Die Eisnebelhalosaison 2020/2021 war für uns sehr schwierig, da wir nicht nach Tschechien konnten und deshalb einige nur dort aufgetretenen Phänomene verpassten. Insgesamt konnten wir uns dennoch an zwei Tagen an herrlichen Erscheinungen erfreuen.

2. Dezember 2020

An diesem Tag waren die Bedingungen optimal, damit zwischen Keil- und Fichtelberg Eisnebelhalos entstehen konnten. Der Böhmische Nebel war so hoch, dass er immer wieder zum Fichtelberg herüberschwappte und es war kalt genug, dass die Wolken in Eiskristalle zerfielen. Und schon waren sie da, die unvergleichlichen Eisnebelhalos, die durch Lichtbrechung und -beugung an kleinsten Eiskristallen entstehen. Nicht am Himmel in hohen Eiswolken (Cirrus), sondern die farbigen Ringe und Bögen glitzerten direkt vor dem Beobachter, teilweise zum Greifen nah und in außerordentlicher Helligkeit. Nach Auswertung aller Fotos waren insgesamt 16 verschiedene Haloarten zu sehen, die Selteneren oft nur für Sekunden.

17. Januar 2021

Nach dem atemberaubenden Saisonauftakt pausierten die begehrten Beobachtungsobjekte über einen Monat lang. Erst am 10.01.2021 gab es ein großes Halophänomen auf böhmischer Seite am Keilberg. An diesem Tag traute sich der Böhmische Nebel aber nicht über die Grenze, so dass die Eisnebelhalos für uns unerreichbar waren.

Eine Woche später hat es endlich auch wieder am Fichtelberg geklappt. Eigentlich sah es gar nicht nach Eisnebelhalos aus. Zwar hatte sich in den Tälern etwas Nebel gebildet, dieser hatte aber nichts mit dem berühmten Böhmischen Nebel zu tun. Und auch als sich zum Sonnenaufgang Nebelfetzen lösten und über den Gipfel zogen, bildeten sich trotz der eisigen Temperatur von -12°C keine Eisnebelhalos. Dafür war an der nebelgetrübten Sonne deutlich der grüne Strahl zu sehen und es gab nette Lichtspiele im Nebel und der Gipfel wurde herrlich rot beleuchtet.


Anschließend senkte sich der Nebel wieder nach unten und auf dem Wolkenmeer erschien die Untersonne und die rechte Unternebensonne, später kam noch die linke und eine grelle untere Lichtsäule hinzu.

Eigentlich wollten wir schon wieder heim fahren, als sich im Grenzgebiet eine Eisnebelwolke bildete. Erst ärgerten wir uns schon wieder, dass erneut kurz davor für uns Schluss sein sollte, aber die Wolke hatte diesmal ein Einsehen und breitete sich allmählich auch auf deutscher Seite aus. Zwischen Bechelhäusel, Fichtelbergauffahrt und Sachsenbaude zeigten sich nun auch vor allem 22°-Ring, die Nebensonnen, der Horizontalkreis durch die Sonne sowie ein leuchtend heller und farbiger Zirkumzenitalbogen. Bemerkenswert war vor allem der 3D-Effekt der Halos, selbst vor nahen Bäumen leuchteten die Nebensonnen auf und auch beim Zirkumzenitalbogen war häufig jedes haloerzeugende Kristall einzeln zu sehen. Da sich nichts mehr änderte, fuhren wir irgendwann heim (zumal der Magen knurrte). Aber mit Unterbrechungen waren die Halos bis zum Sonnenuntergang zu sehen.

Winter im Erzgebirge

Dem restlichen Erzgebirge, bevorzugt den anderen Bergen, haben wir natürlich auch winterliche Besuche abgestattet. Vor allem auf dem Auersberg waren wir oft, hatte doch dort – in dieser Coronazeit eine absolute Seltenheit – der Imbiss geöffnet und erlaubte ein Bierchen oder ein Käffchen in der Sonne … das hatte schon fast was von Normalität …

Winter in Schwarzenberg

Auch Schwarzenberg hatte letzten Winter mal wieder beachtliche Schneehöhen. Der Winter kam allerdings sehr spät. Erst im Januar gab es eine länger anhaltende Schneedecke von maximal 28cm (16.01.). Insgesamt lagen im letzten Winter an 62 Tagen eine Schneedecke. Als absolute Winterfans sind wir deshalb besonders oft durch Schwarzenberg gestreift 🙂

Winter auf dem Fichtelberg

Im Winter 2020/21 gab es im Erzgebirge endlich mal wieder Schnee, wenn auch in tieferen Lagen nur vorübergehend. Auf dem Fichtelberg bildete sich erst in den Weihnachtstagen eine Schneedecke aus, die dann allerdings bis in den Mai blieb. Deshalb zog es uns immer wieder in das Winterparadies auf dem Erzgebirgskamm 🙂