Urlaub 2018, Teil I – Inntal

In diesem Jahr haben wir unseren Urlaub in den Alpen und in der Böhmischen Schweiz verbracht. Aufgrund unterschiedlicher Gegenden möchten wir die Urlaubskarten aufteilen. Im Teil I waren wir im Inntal rund um unsere Lieblingsplätze rund um Brannenburg unterwegs.

40. Flugjubiläum von Sigmund Jähn in Morgenröthe-Rautenkranz, seinem Geburtsort

Am Wochenende 25./26. August fand in der Deutschen Raumfahrtausstellung im Vogtland die Feierlichkeiten anlässlich dieses Jubiläums statt.

Am Sonntag vor 40 Jahren startete Sigmund Jähn zum ersten Raumflug eines Deutschen mit Sojus 31. Zur Gratulation waren 9 Kosmonauten und Astronauten erschienen.

Aus der Tschechischen Rebublik Wladimir Remek, die russischen Kosmonauten Pawel Winigradow und Alexander Iwantschenkow sowie die deutschen Raumfahrer Thomas Reiter, Reinhold Ewald, Klaus-Dietrich Flade, Gerhard Thiele und Hans Schlegel.

Den Festvortrag hielt ESA-Generaldirektor Jan Wörner mit einem kurzem Rückblick und vor allem mit Visionen für die zukünftige Raumfahrt in Europa und natürlich der Würdigung der Leistung Sigmund Jähns.

Höhepunkt war eine 25-mimütige Liveschaltung zur ISS, zu Alexander Gerst, unserem Astro-Alex! Bewegende Momente waren Gerst’s Worte an Sigmund Jähn. Als Überraschung hat er für Sigmund eine Nachbildung der Landekapsel von Sojus 31 mit im All.

Auch der sächsische Ministerpräsident, Michael Kretschmer, stellte Fragen. Ebenso das mit 14 Jahren jüngste Mitglied im Verein der Ausstellung und die 16-jährige Alex vom Chemnitzer Kosmonautenzentrum konnten ihre Fragen stellen.

Auch im Außengelände war viel, vor allem für die Kinder, organisiert worden.

Pünktlich um 14.51 Uhr, zum Startzeitpunkt vor 40 Jahren, wurde ein Modellrakete gestartet.

Ein Tag voller Erinnerungen, da ich selbst vor genau 40 Jahren zum Startzeitpunkt vor dem Fernseher im Kosmonautenzentrum Chemnitz saß und auf den Start wartete.

Ein bewegender Tag …

Text und Fotos: Wolfgang Hinz

Liparische Inseln

Im Mai verbrachte ich (ohne Wolfgang) eine Woche auf den vulkanischen Liparischen Inseln vor der nördlichen Küste Siziliens. Diese sind kaum touristisch frequentiert, sehr ursprünglich und in der herrlichen Natur kann man wunderschöne Wanderungen unternehmen. Die sieben Hauptinseln sind alle verschieden, man trifft auf kargen Mondlandschaften, aus deren Felsspalten Schwefelwolken aufsteigen, sattgrüne Eilande mit reicher Blumenpracht bis hin zu Inseln, auf denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Diese Reise war für mich sehr beeindruckend, vor allem der Aufstieg zum Krater des Schwefel-dampfenden Volcano, die Fahrt zum ständig rumorende Stromboli, der fast immer in eine Rauchwolke gehüllt ist und die ursprünglichste aller Inseln – Alicudi, wo es erst seit den 90er Jahren Strom und bis heute keine Autos gibt. Alle Lasten werden dort per Esel über die steilen schmalen Wege zu den höher gelegenen Häusern transportiert. Aber auch die Überreste eines prähistorischen Dorfs aus der Bronzezeit auf Filicudi und die archäologische Ausstellung auf dem Burgberg auf Lipari waren äußerst interessant. Und die unzähligen Bootsfahrten auf dem Mittelmeer, oft begleitet von Delphinen oder Möwen waren einmalig schön, vor allem die Rückfahrt vom Stromboli unter absolut lichtunverschmutzten Sternenhimmel, wie man ihn so wohl nur wenige Male in seinem Leben sieht.


Hassberg

Südöstlich der Gemeinde Kryštofovy Hamry (Christophhammer) erhebt sich über der Preßnitztalsperre der 993 Meter hohe Jelení Hora (Hassberg). Von der Talsperre aus ist man in einer reichlichen Stunde Fußweg auf der steilen, schmalen und nur teilweise bewaldeten Kuppe des Berges, von wo aus man eine gute Aussicht ins Obere Erzgebirge und eingeschränkt bis ins Egertal hat. Besonders der Blick über die Talsperre zu Keil- und Fichtelberg ist atemberaubend schön.

Kirchberg und Borberg

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Gestern besuchten wir bei herrlichem Wetter die Stadt Kirchberg, die im Westerzgebirge westlich von Schneeberg im Rödelbachtal liegt und von sieben Bergen umgeben ist. Einer davon ist der 435 Meter hohe Borberg, auf dessen Gipfel sich das Restaurant Anton-Günther-Berghaus (mit sehr leckerer Küche!) und der Borbergturm befindet. Ein erster Aussichtsturm wurde dort bereits 1882 erreichtet und erhielt nach einem Besuch des Königs Albert von Sachen den Namen König-Albert-Turm. Nach seiner Zerstörung durch eine Panzergranate im Jahre 1945 wurde er in der 50er Jahren aus Natursteinen neu errichtet und bietet einen schönen Blick auf Kirchberg und die Umgebung.

Die Stadt selbst liegt auf einem felsigen Granitmassiv. Das Stadtbild wird von der Stadtkirche St.-Margarethen bestimmt. Sehr sehenswert ist der Brühlplatz mit dem wunderschönen Rathaus und einigen alten Bürgerhäusern. Wenn die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird dieser Platz sicherlich ein richtiges Schmuckstück werden. Ein Spaziergang entlang des Rödelbachs führt in die grüne Umgebung der Stadt, in welche herrliche Villen eingebettet sind.

Wir besuchen die Gegend sicherlich mal wieder, denn auch der 7-Hügel-Rundweg klingt sehr interessant und natürlich möchten wir uns dann auch an der frisch sanierten Innenstadt erfreuen 🙂

Wandern im Kaiserwald bei Karlsbad

Eine herrliche Wanderung unternahmen wir am Montag zum 1914 erbauten Aussichtsturm Diana auf der Freundschaftshöhe (Výšina přátelství) im Kaiserwald. Vom Turm aus hat man einen herrlichen Blick über Karlsbad auf das Erzgebirge im Norden und nach Süden auf die Kuranlagen im schmalen Tal der Teplá. Auf Tafeln erfährt man, dass auch schon Goethe diesen phantastischen Ausflug genossen hat.

Im benachbarten Restaurant wird man nicht nur von leckerer (gehobener) Küche empfangen, sondern auch von zwei Pfauen, welche lautstark protestieren, wenn sie mal von keinem Fotografen beachtet werden. Kaum zückt man seine Kamera, schlagen sie Rad und drehen sich, als würden sie fürs modeln bezahlt :-). Auch ein Schmetterlingshaus und ein kleiner Streichelzoo mit verschmusten Hausschweinen (!), Ziegen und Pferden befindet sich auf dem Gipfel und macht de Ausflug auch für Kinder äußerst lohnend.

Seit über 100 Jahren fährt eine Standseilbahn auf den Berg. Schöner ist aber eine Wanderung über die Felsnadel Hirschsprung und den Wildpark St. Linhart.

Frühling am Schloss Schlettau

Schlettau

Ein Fotostop am Schloss Schlettau ist in jedem Frühling ein Muß. Denn das Schloss und sein Herrenhaus sind von einem romantischen Park mit zwei Teichen umgeben, wo Maiglöckchen und andere Frühblüher um die Wette wachsen, Enten sich im ersten Sonnenlicht aalen und Frösche um die Wette quaken.

Die Geschichte des Schlosses Schlettau beginnt vermutlich bereits vor 900 bis 1000 Jahren als Wegekastell einer alten Handelsstraße im Flussdreieck von Zschopau. Das Schlossgebäude selbst entstand im 14. Jahrhundert und wurde unter mehrmaliger Erweiterung und Restauration seitdem als Adelssitz der Schönburger, Abtsresidenz des Klosters Grünhain, kurfürstliches Jagdschloss oder Sitz einer Wild- und Oberforstmeisterei genutzt und diente im 19. Jahrhundert sogar industriellen Zwecken. Seit 1930 gehört es der Stadt Schlettau, die das Schloss als Museum und das Herrenhaus als Wohnhaus nutzt.

Krokuswiesen Drebach

Mit dem warmen Wetter sind auch die Krokusse in Drebach herausgekommen. Leider dauerte in diesem Jahr die Krokussaison nur wenige Tage, bereits zum Wochenbeginn hatten Trockenheit und Wärme die Schönheit zunichte gemacht.

Drebachk

Der Legende nach soll im 17. Jahrhundert der Ortspfarrer dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. nach einem Jagdunfall zu Hilfe geeilt sein. Als Dank durfte er sich aus dem kurfürstlichen Garten in Dresden drei Pflanzen auswählen. Die Wahl fiel auf die Krokusse, die Doldige Vogelmilch (Milchstern) und eine Eibe (Taxus baccata). Die Eibe gedieh bis etwa 1980 im Garten des Pfarrguts, wo sie noch heute in abgestorbenem Zustand zu sehen ist. Während die Doldige Vogelmilch nur noch vereinzelt anzutreffen ist, breiteten sich die Krokusse massenhaft über die Wiesen im unteren Teil von Drebach aus. Seit 1934 stehen diese Krokuswiesen unter Naturschutz und sind ein beliebtes Ausflugsziel.

Weihnachtsmärkte

In der Weihnachtszeit sind die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte etwas ganz besonderes. Besonders die in Schwarzenberg, Annaberg und Marienberg haben es uns angetan. Aber auch Erfurt ist für uns ein Muss, denn die Kulisse des Weihnachtsmarktes am Fuße des Doms und die vielen kleinen liebevollen Nebenweihnachtsmärkte begeistern uns immer wieder.