Zechengrund

Der Zechengrund, ein enges Tal zwischen Fichtel- und Keilberg ist besonders für seine Bergwiesen bekannt. Dahingehend waren wir noch etwas früh dran, es blühten gerade einmal Pestwurz, Buschwindröschen, Schlüsselblume und erste Sumpfdotterblumen, aber bei den derzeitigen Temperaturen wird es nicht mehr lange dauern. Zitronenfalter und Trauermäntel waren auch schon unterwegs.

Osterzgebirge

Ein Vortrag beim Wetterverein Zinnwald führte uns Anfang der Woche für zwei Tage in’s Osterzgebirge. Das Wetter war zwar nicht so toll, dichter Nebel am ersten und Schneefall begrüßte uns am zweiten Tag, aber von sowas lassen wir uns nicht natürlich unterkriegen. Im Gegenteil, der neblige Besuch im Georgenfelder Hochmoor hatte einen besonderen Reiz und auch die vereisten und bereiften Bäume und Pflanzen auf dem Kahleberg waren besonders schön. Aber dennoch, einige geplante Ziele blieben offen, wir kommen also wieder 🙂

Burgentour

In der letzten Woche haben wir die Burg Stein und die Burgruine in Hartenstein sowie die herrliche Burg Schönfels im Zwickauer Land besichtigt.

In der Burg Stein ist ein schönes Museum, in dem man auch vieles über die Geschichte dieses Außenpostens an der Mulde sowie dem Hauptschloss Hartenstein erfuhr, welches leider im April 1945 komplett ausgebrannt ist und nur noch als Ruine zu besichtigen ist.

Die Höhenburg Schönfels liegt in der Gemeinde Lichtentanne im Landkreis Zwickau und wurde  im 12. Jahrhundert auf einem Felssporn als Zentrum einer mittelalterlichen Kolonisation und Feudalsitz errichtet. Von da aus kann man auch kleine Wanderungen unternehmen, etwa über den Rußbuttensteig mit historischem Charakter, denn hier verlief eine alte Handelsstraße bis nach Leipzig. Oder zur Wassermühle nach Gospersgrün (Panorama auf Karte unten). Auch der Jakobsweg – VIA IMPERII, der 193 km von Leipzig über Zwickau nach Hof führt, geht an der Burg Schönfels vorbei.

Ausflug nach Sachsen-Anhalt

Da ich gestern als Referentin für einen Vortrag nach Merseburg eingeladen war, sind wir beizeiten aufgebrochen, um noch die Arche Nebra mit der Himmelsscheibe, der ältesten Himmelsdarstellung der Welt zu besichtigen.

Unterwegs kam noch Querfurt in die Quere, denn der schon von weiten sichtbaren Burg konnten wir nicht widerstehen und mussten sie einfach besuchen. Über das kleine herrliche  und saubere Städtchen mit der gut erhaltenen Burg waren wir positiv überrascht und können einen Besuch dort auf jeden Fall empfehlen.

Wir verweilten ziemlich lange, so dass wir dann in Nebra die 3km zum Fundort der Himmelsscheibe und zurück mehr oder weniger im Laufschritt zurücklegten. Schließlich wollten wir uns ja auch noch die Arche und den dort gezeigten Film über die Deutung der Himmelsscheibe anschauen.

Für Merseburg blieb dann leider nur noch Zeit für eine Durchfahrt mit dem Auto, bevor wir uns dann am Gotthard-Teich gelegenen Planetarium einfanden.

Grüße vom Rhein

Am letzten Wochenende verschlug uns das diesjährige Treffen des Arbeitskreies Meteore e.V. nach Oberwesel an den Rhein. Wir sind früh losgefahren, um uns noch die Loreley anzuschauen und uns an den zahlreichen Burgen entlang der beiden Steilufer zu erfreuen. In Oberwesel selbst haben wir uns neben dem Meteoritenmuseum auch das Städtchen selbst, die mittelalterliche Stadtmauer und die Schönburg angeschaut.

10.01.17 – Eisnebelhalos auf dem Fichtelberg

Als kleinen Nachtrag möchten wir noch die bisher schönsten Eisnebelhalos der bisherigen Saison vom 10.01.2017 auf dem Fichtelberg nachreichen. Bei einer Temperatur von -10°C und Windstärke 6 bildete sich ab 14 Uhr eine dünne Eisnebelhaube am Gipfel (1. Bild in der Galerie). Ging man in diese hinein, konnte man wunderschöne und vor allem helle Eisnebelhalos beobachten. Zu sehen waren folgende Haloarten: der 22°-Ring, beide Nebensonnen, die obere Lichtsäule, der 46°-Ring, ein heller und farbiger Zirkumzenitalbogen sowie Teile des Horizontalkreises.

An der Zwickauer Mulde

Als erste kleine Wanderung des Jahres waren wir heute an der Zwickauer Mulde nahe Hartenstein. Zuerst besuchten wir die Prinzenhöhle, einem  etwa 18 Meter langen mittelalterlichen Bergwerksstollen, wo sich der Sage nach im Juli 1455 die Ritter Wilhelm von Mosen und Wilhelm von Schönfels, Komplizen des Kunz von Kaufungen und zwei ihrer Knechte den Prinzen Ernst von Sachsen während des Altenburger Prinzenraubes versteckten. Entlang der Mulde ging es dann bis zur Burg Stein, deren ältester Teil, unter anderem auch der runde Bergfried mit historischem Leiter-Einstieg, wahrscheinlich schon um das Jahr 1200 auf einem Fels direkt am Mulde-Südufer errichtet wurden.