Hof und Dreiländereck

Im Rahmen eines Fernsehdrehs für den SAT1-Beitrag “Himmel” verbrachten wir im Oktober einen schönen Herbsttag auf dem Aussichtsturm auf dem Labyrinthberg in Hof. Dieser Turm ist Teil einer künstlich angelegten Ruine mit Basteirundbau und steht auf einer Anhöhe im Stadtpark Theresienstein. Von oben hat man einen herrlichen Blick über Hof und auf das Fichtelgebirge.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das Dreiländereck. Dieser zur Gemeinde Eichigt gehörende Punkt ist schon seit dem 19. Jahrhundert Grenze verschiedener Länder. 1844 wurde hier an dieser Stelle die Grenze dreier Königreiche festgelegt. Das Königreich Sachsen, Bayern und Österreich trafen an dieser Stelle aufeinander. Bis 1918 war es die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich. Seit 1945 war es innerdeutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und DDR und bildete die Grenze zur Tschechoslowakei. Seit der Wiedervereinigung verläuft an diesem für Fußgänger passierbaren Grenzübergang die Ländergrenzen der Freistaaten Bayern und Sachsen sowie der Tschechischen Republik.

Herbstausflug ins Oswaldtal

Am letzten warmen Herbsttag Ende Oktober machten wir eine kleine Wanderung von Schwarzenberg durch das Oswaldtal bis nach Waschleithe. Nach einer Pause im Biergarten der historisch gewachsenen Köhlerhütte machten wir einen Fotostop an der Ruine der Sankt Oswalds Kirche, im Volksmund auch Dudelskirche genannt. Der Grundstein zur Kirche wurde vermutlich 1516 gelegt. Ob sie jemals als Kapelle genutzt wurde ist nicht erwiesen, auch Ihre Fertigstellung ist nirgends belegt. Nach der Auflösung des Klosters Grünhain wurde die Kirche 1536 dem Verfall preisgegeben. Einer Sage zufolge soll die Kirche als Sühne für einen Mord gebaut worden sein und der Mörder wurde am Tag der Weihe von einem Blitz erschlagen…

Ein Blatt

Von einem Ahorn, herbstlich rot
da löste sich ein Blatt,
den Sommer lang ein Patriot,
hatt’ es das Hängen satt.

Es nahm den Wind als Flugobjekt,
erkundete das Land.
Der See, er war schon eisbedeckt,
das Feld im Kahlzustand.

Die Vogelschar gen Süden floh,
ein Drachen trotzt’ dem Sturm,
die Wälder strahlten farbenfroh,
golden der Glockenturm.

Im Tal am Fluß stieg Nebel auf,
gespenstig und skurril.
Ein Sonnenstrahl zauberte drauf
fächerndes Schattenspiel.

Das Blatt flog weiter, doch schon bald
wurde der Himmel grau,
ein Wolkenband als Schreckgestalt,
dem Blättchen wurd’ ganz flau.

Und wahrlich, als der Regen kam,
da sank es schwer wie Blei
zu Boden, welch ein Melodram,
kam jetzt der Tod herbei?

Doch gänzlich ohne Happy End,
soll die Ballad’ nicht sein,
beim Wandern fand es ein Student,
und steckte es mit ein.

Im abendlichen Kerzenlicht
trocknete unser Held .
Und zierte bald ein Herbstgedicht,
die Brust vor Stolz geschwellt!

 

 

Island

Ende August bis Anfang September verbrachten wir drei herrliche Wochen in Island. Durch die unzähligen Bilder haben wir uns noch immer nicht durchgearbeitet, die besten veröffentlichen wir in absehbarer Zeit in der Galerie. Bis dato möchten wir mit der obligatorischen Urlaubskarte nachträgliche Grüße von einem der schönsten Länder der Welt senden 😉

Berlin und Potsdam

Nach vielen Jahren hat sich eine Gelegenheit ergeben, Berlin und Potsdam zu besuchen. Es ist Wahnsinn, was sich alles verändert hat, komplette Plätze sind kaum noch wieder zu erkennen. Aber das Durchschreiten des Brandenburger Tors erzeugt immer noch viele Erinnerungen, egal, ob in Berlin oder Potsdam 😉

Erlebnispfad Bimmelbahn

Einer der schönsten Wanderwege im Erzgebirge ist der Erlebnispfad Bimmelbahn. Mit der Fichtelbergbahn geht es von Cranzahl nach Oberwiesenthal und zu Fuß über das Pöhlbach- und Sehmatal zurück. Der Wanderweg führt durch romantische Dörfer und Wälder, über herrliche Bergwiesen und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf das Fichtel- und Keilberggebiet. Und natürlich sieht man auch immer mal wieder die Bimmelbahn vorbeidampfen. Einfach ein Traum!

Zechengrund

Der Zechengrund, ein enges Tal zwischen Fichtel- und Keilberg ist besonders für seine Bergwiesen bekannt. Dahingehend waren wir noch etwas früh dran, es blühten gerade einmal Pestwurz, Buschwindröschen, Schlüsselblume und erste Sumpfdotterblumen, aber bei den derzeitigen Temperaturen wird es nicht mehr lange dauern. Zitronenfalter und Trauermäntel waren auch schon unterwegs.

Osterzgebirge

Ein Vortrag beim Wetterverein Zinnwald führte uns Anfang der Woche für zwei Tage in’s Osterzgebirge. Das Wetter war zwar nicht so toll, dichter Nebel am ersten und Schneefall begrüßte uns am zweiten Tag, aber von sowas lassen wir uns nicht natürlich unterkriegen. Im Gegenteil, der neblige Besuch im Georgenfelder Hochmoor hatte einen besonderen Reiz und auch die vereisten und bereiften Bäume und Pflanzen auf dem Kahleberg waren besonders schön. Aber dennoch, einige geplante Ziele blieben offen, wir kommen also wieder 🙂