Kirchberg und Borberg

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Gestern besuchten wir bei herrlichem Wetter die Stadt Kirchberg, die im Westerzgebirge westlich von Schneeberg im Rödelbachtal liegt und von sieben Bergen umgeben ist. Einer davon ist der 435 Meter hohe Borberg, auf dessen Gipfel sich das Restaurant Anton-Günther-Berghaus (mit sehr leckerer Küche!) und der Borbergturm befindet. Ein erster Aussichtsturm wurde dort bereits 1882 erreichtet und erhielt nach einem Besuch des Königs Albert von Sachen den Namen König-Albert-Turm. Nach seiner Zerstörung durch eine Panzergranate im Jahre 1945 wurde er in der 50er Jahren aus Natursteinen neu errichtet und bietet einen schönen Blick auf Kirchberg und die Umgebung.

Die Stadt selbst liegt auf einem felsigen Granitmassiv. Das Stadtbild wird von der Stadtkirche St.-Margarethen bestimmt. Sehr sehenswert ist auch der Brühlplatz mit dem wunderschönen Rathaus und einigen alten Bürgerhäusern. Wenn die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird dieser Platz sicherlich ein richtiges Schmuckstück werden. Ein Spaziergang entlang des Rödelbachs führt in die grüne Umgebung der Stadt, in welche herrliche Villen eingebettet sind.

Wir besuchen die Gegend sicherlich mal wieder, denn auch der 7-Hügel-Rundweg klingt sehr interessant und natürlich möchten wir uns dann auch der frisch sanierten Innenstadt erfreuen 🙂

Wandern im Kaiserwald bei Karlsbad

Eine herrliche Wanderung unternahmen wir am Montag zum 1914 erbauten Aussichtsturm Diana auf der Freundschaftshöhe (Výšina přátelství) im Kaiserwald. Vom Turm aus hat man einen herrlichen Blick über Karlsbad auf das Erzgebirge im Norden und nach Süden auf die Kuranlagen im schmalen Tal der Teplá. Auf Tafeln erfährt man, dass auch schon Goethe diesen phantastischen Ausflug genossen hat.

Im benachbarten Restaurant wird man nicht nur von leckerer (gehobener) Küche empfangen, sondern auch von zwei Pfauen, welche lautstark protestieren, wenn sie mal von keinem Fotografen beachtet werden. Kaum zückt man seine Kamera, schlagen sie Rad und drehen sich, als würden sie fürs modeln bezahlt :-). Auch ein Schmetterlingshaus und ein kleiner Streichelzoo mit verschmusten Hausschweinen (!), Ziegen und Pferden befindet sich auf dem Gipfel und macht de Ausflug auch für Kinder äußerst lohnend.

Seit über 100 Jahren fährt eine Standseilbahn auf den Berg. Schöner ist aber eine Wanderung über die Felsnadel Hirschsprung und den Wildpark St. Linhart.

Frühling am Schloss Schlettau

Schlettau

Ein Fotostop am Schloss Schlettau ist in jedem Frühling ein Muß. Denn das Schloss und sein Herrenhaus sind von einem romantischen Park mit zwei Teichen umgeben, wo Maiglöckchen und andere Frühblüher um die Wette wachsen, Enten sich im ersten Sonnenlicht aalen und Frösche um die Wette quaken.

Die Geschichte des Schlosses Schlettau beginnt vermutlich bereits vor 900 bis 1000 Jahren als Wegekastell einer alten Handelsstraße im Flussdreieck von Zschopau. Das Schlossgebäude selbst entstand im 14. Jahrhundert und wurde unter mehrmaliger Erweiterung und Restauration seitdem als Adelssitz der Schönburger, Abtsresidenz des Klosters Grünhain, kurfürstliches Jagdschloss oder Sitz einer Wild- und Oberforstmeisterei genutzt und diente im 19. Jahrhundert sogar industriellen Zwecken. Seit 1930 gehört es der Stadt Schlettau, die das Schloss als Museum und das Herrenhaus als Wohnhaus nutzt.

Krokuswiesen Drebach

Mit dem warmen Wetter sind auch die Krokusse in Drebach herausgekommen. Leider dauerte in diesem Jahr die Krokussaison nur wenige Tage, bereits zum Wochenbeginn hatten Trockenheit und Wärme die Schönheit zunichte gemacht.

Drebachk

Der Legende nach soll im 17. Jahrhundert der Ortspfarrer dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg II. nach einem Jagdunfall zu Hilfe geeilt sein. Als Dank durfte er sich aus dem kurfürstlichen Garten in Dresden drei Pflanzen auswählen. Die Wahl fiel auf die Krokusse, die Doldige Vogelmilch (Milchstern) und eine Eibe (Taxus baccata). Die Eibe gedieh bis etwa 1980 im Garten des Pfarrguts, wo sie noch heute in abgestorbenem Zustand zu sehen ist. Während die Doldige Vogelmilch nur noch vereinzelt anzutreffen ist, breiteten sich die Krokusse massenhaft über die Wiesen im unteren Teil von Drebach aus. Seit 1934 stehen diese Krokuswiesen unter Naturschutz und sind ein beliebtes Ausflugsziel.

Weihnachtsmärkte

In der Weihnachtszeit sind die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte etwas ganz besonderes. Besonders die in Schwarzenberg, Annaberg und Marienberg haben es uns angetan. Aber auch Erfurt ist für uns ein Muss, denn die Kulisse des Weihnachtsmarktes am Fuße des Doms und die vielen kleinen liebevollen Nebenweihnachtsmärkte begeistern uns immer wieder.

 

Hof und Dreiländereck

Im Rahmen eines Fernsehdrehs für den SAT1-Beitrag “Himmel” verbrachten wir im Oktober einen schönen Herbsttag auf dem Aussichtsturm auf dem Labyrinthberg in Hof. Dieser Turm ist Teil einer künstlich angelegten Ruine mit Basteirundbau und steht auf einer Anhöhe im Stadtpark Theresienstein. Von oben hat man einen herrlichen Blick über Hof und auf das Fichtelgebirge.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das Dreiländereck. Dieser zur Gemeinde Eichigt gehörende Punkt ist schon seit dem 19. Jahrhundert Grenze verschiedener Länder. 1844 wurde hier an dieser Stelle die Grenze dreier Königreiche festgelegt. Das Königreich Sachsen, Bayern und Österreich trafen an dieser Stelle aufeinander. Bis 1918 war es die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich. Seit 1945 war es innerdeutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und DDR und bildete die Grenze zur Tschechoslowakei. Seit der Wiedervereinigung verläuft an diesem für Fußgänger passierbaren Grenzübergang die Ländergrenzen der Freistaaten Bayern und Sachsen sowie der Tschechischen Republik.

Herbstausflug ins Oswaldtal

Am letzten warmen Herbsttag Ende Oktober machten wir eine kleine Wanderung von Schwarzenberg durch das Oswaldtal bis nach Waschleithe. Nach einer Pause im Biergarten der historisch gewachsenen Köhlerhütte machten wir einen Fotostop an der Ruine der Sankt Oswalds Kirche, im Volksmund auch Dudelskirche genannt. Der Grundstein zur Kirche wurde vermutlich 1516 gelegt. Ob sie jemals als Kapelle genutzt wurde ist nicht erwiesen, auch Ihre Fertigstellung ist nirgends belegt. Nach der Auflösung des Klosters Grünhain wurde die Kirche 1536 dem Verfall preisgegeben. Einer Sage zufolge soll die Kirche als Sühne für einen Mord gebaut worden sein und der Mörder wurde am Tag der Weihe von einem Blitz erschlagen…

Ein Blatt

Von einem Ahorn, herbstlich rot
da löste sich ein Blatt,
den Sommer lang ein Patriot,
hatt’ es das Hängen satt.

Es nahm den Wind als Flugobjekt,
erkundete das Land.
Der See, er war schon eisbedeckt,
das Feld im Kahlzustand.

Die Vogelschar gen Süden floh,
ein Drachen trotzt’ dem Sturm,
die Wälder strahlten farbenfroh,
golden der Glockenturm.

Im Tal am Fluß stieg Nebel auf,
gespenstig und skurril.
Ein Sonnenstrahl zauberte drauf
fächerndes Schattenspiel.

Das Blatt flog weiter, doch schon bald
wurde der Himmel grau,
ein Wolkenband als Schreckgestalt,
dem Blättchen wurd’ ganz flau.

Und wahrlich, als der Regen kam,
da sank es schwer wie Blei
zu Boden, welch ein Melodram,
kam jetzt der Tod herbei?

Doch gänzlich ohne Happy End,
soll die Ballad’ nicht sein,
beim Wandern fand es ein Student,
und steckte es mit ein.

Im abendlichen Kerzenlicht
trocknete unser Held .
Und zierte bald ein Herbstgedicht,
die Brust vor Stolz geschwellt!

 

 

Island

Ende August bis Anfang September verbrachten wir drei herrliche Wochen in Island. Durch die unzähligen Bilder haben wir uns noch immer nicht durchgearbeitet, die besten veröffentlichen wir in absehbarer Zeit in der Galerie. Bis dato möchten wir mit der obligatorischen Urlaubskarte nachträgliche Grüße von einem der schönsten Länder der Welt senden 😉